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Veranstaltung Konversion am 6. März. 2012
Wir möchten uns bei den Referenten Klaus Koch und Jürgen Mistol herzlich für Ihre aufschlussreichen Vorträge bedanken. An den zahlreichen und hochrangigen Besuchern, wie Theresa Schopper - MdL und Landesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Bernhard Pohl - MdL Freie Wähler, Siegfried Knaak - Stadt Kaufbeuren, Oberst Richard Drexl - Standortchef, kann man deutlich erkennen, dass wir GRÜNE aktuelle Themen offen diskutieren und Raum für unsere Bürger schaffen.
anbei der Pressebericht der Allgäuer Zeitung:
Mahnwache zum 1. Jahrestag Fukushima
Die Katastrophe von Fukushima jährt sich am 11. März.
Denken wir überhaupt noch an die Hiobsbotschaften, die uns vor einem Jahr aus Japan erreicht haben?
Was hat sich bei uns verändert? Wird die Energiewende von der Regierungskoalition ehrgeizig vorangetrieben? Sind wir als Bürger damit zufrieden?
Welche Schritte hat die Stadt Kaufbeuren und welche unser regionaler Energieversorger VWEW unternommen?
Wir wollen uns zu einer Mahnwache zusammenfinden und Euch herzlich dazu einladen.
Wir treffen uns am Samstag, den 10.März, von 10.30 bis 11.00 Uhr in Kaufbeuren am Salzmarkt (Sparkasse).
Wir wollen noch einmal der Katastrophe gedenken, unsere Präsenz als Bürger zeigen und an die Ziele einer gewissenhaften Energiewende erinnern.
Wir freuen uns auf Euch!!
P.s. Bitte leitet diese Einladung doch weiter.An alle Verwandten, Bekannten und Freunde...
Dr. Ulla Schuster & Olaf Köster
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Kreisverband Ostallgäu/Kaufbeuren
Mahnwache Sarrazin

Am 1. Dezember war der äußerst umstrittene ehemalige Berliner Finanzsenator Dr. Thilo Sarrazin als Referent in der Technischen Schule der Luftwaffe in Kaufbeuren geladen. Innerhalb des Kaufbeurer Dialogs wollte er über Europa und über seine Integrationsthesen diskutieren. Dr. Sarrazin hat mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ eine Diskussion in Deutschland entfacht, die an medialer Aufmerksamkeit kaum zu übertreffen war. Seine umstrittenen Äußerungen wurden von Dr. Sarrazin präsent und über Monate geführt. Im Heute betrachtet hat diese polarisierende Meinungsbildung auch dazu geführt, dass Dr. Sarrazin als Held der rechten Kreise gefeiert wird - als derjenige, der das ausspricht, was viele denken.
Olaf Köster, Kreisvorsitzender der GRÜNEN Ostallgäu/Kaufbeuren: „Warum heftet sich im Heute jemand Sarrazin an die Brust, dessen Thesen mühelos in eine rechte Ecke zu interpretieren sind und auch von dort interpretiert werden? Sollten wir nicht lieber Menschen laden, die eine tolerante, offene und zukunftsorientierte Perspektive präsentieren können? Integration ist ein wichtiges Thema und es muss diskutiert werden, aber mit Personen, die ausländischen Mitbürgern ohne ethnische Vorurteile entgegentreten können. Jede andere Position wird uns nicht in eine bessere Zukunft führen.“
Über 50 Personen, vor allem Jugendliche, haben am Eingang des Luftwaffen Standortes friedlich gegen den Auftritt von Dr. Sarrazin demonstriert. Organisiert wurde die Mahnwache von der GRÜNEN Jugend in Kaufbeuren, mit dem Gedenken an die Opfer rechtsextremer Gewalt. Sprecherin Julia Keck: „Eine öffentliche Meinungsbildung für Toleranz und gegen fremdenfeindliche Thesen ist heute unverzichtbar, da wir in der aktuellen Situation der „Döner-Morde“ sehen, wohin es führt, wenn wir auf dem „rechten Auge“ blind sind.“
Roma-Abschiebung aus Kaufbeuren in den Kosovo ist unverantwortlich

Am 1. April wurden die Roma Nurije Sarki sowie ihr 13jähriger Sohn Ersan aus Kaufbeuren in den Kosovo abgeschoben. Die beiden waren 2006 nach massiven Ausschreitungen der albanischen Bevölkerung nach Deutschland geflohen. Im letzten Herbst tauchten sie ab, um sich vor einer Abschiebung zu schützen. Vor wenigen Wochen kamen die beiden nach Kaufbeuren zurück - in der Hoffnung, Asyl zu bekommen. Zu der zwangsweisen Rückführung erklärt Barbara Lochbihler, bayerische Europaabgeordnete und Menschenrechtskoordinatorin der GRÜNEN/EFA-Fraktion im Europaparlament:
"Innenpolitiker anderer Bundesländer schieben auch dann nicht in den Kosovo ab, wenn die Rechtsmittel erschöpft sind. Denn die Lebensbedingungen dort, hohe Arbeitslosigkeit, und das Wissen, dass drei von vier abgeschobenen Kindern dort nicht zur Schule gehen, veranlasst Politiker, aus humanitären Gründen von einer Abschiebung abzusehen.
In Kaufbeuren ist die Ausländerbehörde offensichtlich nicht bereit, sich vom Schicksal einer alleinerziehenden Mutter und ihres Sohnes beeindrucken zu lassen. Die Roma-Frau hatte zuvor noch nicht einmal die Ablehnung ihres Asyl-Folgeantrags erhalten, obwohl diese dem Ausländeramt seit zwei Wochen vorgelegen hatte. Anscheinend sollte verhindert werden, dass der Fall der Härtefallkommission des Petitionsausschusses vorgelegt wird. Dass die Abschiebung rechtlich fragwürdig ist, war wohl auch den Behördenvertretern bewusst. Sonst hätten sie die beiden nicht still und heimlich morgens um 4.30 aus dem Asylbewerberheim abgeholt und sofort in den Kosovo geflogen.
UNICEF, das UN-Flüchtlingskommissariat, Pro Asyl und Menschenrechtsverteidiger sind sich einig: Derzeit dürfen keine Roma in den Kosovo abgeschoben werden, denn dort droht ihnen Diskriminierung und Verelendung. Da in den Schulen nur in albanisch oder serbisch unterrichtet wird, haben Jugendliche wie Ersan Sarki, der nur Romani und Deutsch spricht, in der kosovarischen Gesellschaft keine Zukunft. Der 13jährige hatte in Kaufbeuren Freunde und war integriert. Dass er nun in seine vermeintliche Heimat abgeschoben wird, die er selbst kaum kennt, ist aus humanitären Gründen unverantwortlich.






