Füssner Ortsgruppe der Grünen protestiert gegen den Lech gefährdendes Wasserkraft-Projekt
Die Füssner Grünen schließen sich mit einer Protestnote der Beschwerde von zahlreichen Naturschutzorganisationen gegen ein Vorhaben der Österreichischen Bundesbahn an. Das Unternehmen möchte zur Stromerzeugung aus wirtschaftlichen Gründen drei Quellbäche des Lechs nach Vorarlberg zum Spullersee-Kraftwerk umleiten. Dem Lech würden dadurch große Mengen an Wasser entzogen. Naturschützer befürchten erhebliche Auswirkungen auf die Natur im Lechtal sowie eine Gefährdung der Wasserqualität.
PROTESTNOTE
Der Lech mit seinen Seitenbächen ist als Europäisches Natura 2000-Gebiet von internationaler Bedeutung. Die Verantwortung dafür, dieses zentrale Naturerbe auch für zukünftige Generationen zu erhalten und zu verbessern, ist grenzüberschreitend.
Der Lech entspringt zwar in Österreich, wird aber in seinem Flussverlauf nach der Staatsgrenze auch als „deutscher Fluss“ verstanden und geschätzt.
Die geplante Ableitung von drei Quellbächen ist ein rücksichtsloser Eingriff in die intakte Quellstruktur des Lechs und ist mit den Schutzzielen des Natura 2000 Gebietes „Lechtal“ nicht verträglich. Durch die Verringerung der natürlichen Abflussmenge in einem Umfang von bis zu 25 Millionen cbm³ pro Jahr ist mit erheblichen negativen Auswirkungen für die Schutzziele des gesamten Natura 2000 Gebietes zu rechnen.
Wir tun hiermit unseren Protest gegen die geplante Ableitung der drei Quellbäche des Lechs, dem Monzabonbach, dem Pazüelbach und dem Zürsbach kund. Wir unterstützen die Bemühungen, hier dem regionalen, dem nationalen und - durch die Natura-2000 Ausweisung – dem europäischen Naturschutz zum Durchbruch zu verhelfen.
Ortsverband Füssen, November 2009





